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Was muss ich tun, um errettet zu werden?




Ich habe einmal im Internet ein IQ-Test gemacht und um dies machen zu können, musste ich meine persönlichen Daten eingeben. So naiv wie ich war, habe ich das gemacht. Nach ein paar Wochen bekam ich dann eine Rechnung. Und zwar habe ich angeblich Internet-Dienstleistungen in Anspruch genommen und daher musste ich etwa 70 € zahlen. Ich war jedoch ziemlich Skeptisch und hinterfragte die Rechnung und die Firma die dahinter stand. Im Internet wurde ich ziemlich schnell fündig, es handelte sich um Betrüger. Doch was sollte ich jetzt tun? Es reichte ja nicht aus, dies einfach zu wissen. Weil ich aber erst nichts tat, kamen weitere Briefe mit Mahnungen. Ich bekam es mit der Angst zu tun.

Jetzt standen nicht mehr 70€, sondern schon fast 100€ auf der Rechnung. Ich tat trotzdem nichts und irgendwann wurde ein Inkasso-Verfahren gegen mich eingeleitet. Und wieder stellte sich mir die Frage: Was muss ich tun, um aus dieser Sache heraus zu kommen?

Und genau diese Frage stellte ich bestimmten Leuten und die haben mir dann gesagt, was ich tun kann.

Und ich habe genau das getan. Und das hat funktioniert. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, was für eine Erleichterung das für mich war.

Auch in der Bibel steckte mal jemand in ernsten Schwierigkeiten. Doch bei diesen Schwierigkeiten handelte es sich um Leben und Tod. Und aus dieser Not heraus stellte diese Person die Frage:

„Was muss ich tun, um gerettet zu werden?“

Das ist eine gute Frage! Eine heilsame Frage! Eine Frage, die uns alle betrifft! Wenn wir eine Rettungsaktion starten, dann müssen wir zuvor die Notsituation richtig einschätzen.

- Wenn du in einem strömenden Fluss um dein Leben kämpfst und fast am ertrinken bist. Dann brauchst du einen festen Stein oder Baum oder sonst irgendetwas, an dem du dich festhalten und aus dem Wasser klettern kannst.

- Wenn du an einer Klippe hängst und fast abstürzt, dann brauchst du jemanden der dich bergen kann.

- Vielleicht bist du in einem Auto eingeklemmt, du kannst dich nicht allein Befreien. Auch hier sieht die Situation schlecht für dich aus, wenn keiner da ist, der dir hilft.

„Was muss ich tun, um gerettet zu werden?“ → Diese Frage wurde von einem Gefängniswärter aus Philippi gestellt.

Wir lesen einmal die Begebenheit Apostelgeschichte. 16, 23-34 "23 Und nachdem sie ihnen viele Schläge gegeben hatten, warfen sie sie ins Gefängnis und geboten dem Kerkermeister, sie sicher zu verwahren. 24 Dieser warf sie auf solchen Befehl hin ins innere Gefängnis und schloss ihre Füße in den Stock. 25 Um Mitternacht aber beteten Paulus und Silas und lobten Gott mit Gesang, und die Gefangenen hörten ihnen zu. 26 Da entstand plötzlich ein großes Erdbeben, sodass die Grundfesten des Gefängnisses erschüttert wurden, und sogleich öffneten sich alle Türen, und die Fesseln aller wurden gelöst. 27 Da erwachte der Kerkermeister aus dem Schlaf, und als er die Türen des Gefängnisses geöffnet sah, zog er sein Schwert und wollte sich töten, weil er meinte, die Gefangenen seien entflohen. 28 Aber Paulus rief mit lauter Stimme und sprach: Tu dir kein Leid an; denn wir sind alle hier! 29 Da forderte er ein Licht, sprang hinein und fiel zitternd vor Paulus und Silas nieder. 30 Und er führte sie heraus und sprach: Ihr Herren, was muss ich tun, dass ich gerettet werde? 31 Sie aber sprachen: Glaube an den Herrn Jesus Christus, so wirst du gerettet werden, du und dein Haus! 32 Und sie sagten ihm das Wort des Herrn und allen, die in seinem Haus waren. 33 Und er nahm sie zu sich in jener Stunde der Nacht und wusch ihnen die Striemen; und er ließ sich auf der Stelle taufen, er und all die Seinen. 34 Und er führte sie in sein Haus, setzte ihnen ein Mahl vor und freute sich, dass er mit seinem ganzen Haus an Gott gläubig geworden war."


Warum stellt dieser Gefängniswärter diese Frage?

Er steckt in einer Hoffnungslosen Situation. Er hatte die Verantwortung für diesen Kerker und nun standen alle Türen offen und er geht davon aus, dass alle Gefangenen entflohen sind. Dies wurde damals mit dem Tod bestraft. Doch bevor er hingerichtet wird, fasst dieser Gefängniswärter den Entschluss, sich selber das Leben zu nehmen. Er greift zu seinem Schwert und jeden Moment reißt er sich aus dem Leben. Viele Menschen haben ihr Leben ein Ende bereitet, weil Sie keinen Ausweg gesehen haben. Ihr Leben hatte keinen Sinn mehr. So wie es in dieser Nacht dunkel war, so ist es dunkel um das Leben vieler Menschen.

Doch dieser Kerkermeister hört im richtigen Moment eine laute Stimme zu ihm sprechen: „Halt, tu es nicht, wir sind alle hier!“

Gott griff ein durch die Stimme des Paulus. Letztendlich war es der Gnadenruf des Herrn, der diesen Mann das Leben rettete. Doch dieser Kerkermeister lässt sich nicht so schnell von seinen Vorhaben abbringen. Er fordert ein Licht, in dieser dunklen Nacht.

→ Menschen die in einer Aussichtslosen Situation sind, brauchen Licht. Und genau das können wir in Christus sein.

Wir sollen ein Licht sein. So hell, dass Menschen aus ihrer Dunkelheit heraustreten und von dem Licht Christi angezogen werden.

Dieser Gefängniswärter springt sogleich ins Gefängnis und fällt zitternd vor Paulus und Silas nieder.

Warum macht er das? Was ist in ihn gefahren? Das ist doch nicht logisch. "Verschließe die Türen und sei glücklich, du kannst dein Leben wie gehabt weiterführen."

So könnte man denken. Er wurdest vom Selbstmord gerettet, doch er fällt wie ein Mann in großer Not nieder und bittet um Errettung? Was ist da los?

Dieser Mann war nicht irgendein Schwächling.

Dieser Mann war stark, durchtrainiert, hart, mit Sicherheit hat er schon viel Schlimmes gesehen und erlebt.

Doch wir müssen an dieser Stelle feststellen, seine Situation hat sich gerade geändert. Erst hatte er das Problem, dass er dachte die Gefangenen wären geflohen. Weil er wusste das er deswegen die Todesstrafe erhalten würde, möchte er sein Gesicht wahren und ist sogar so stolz, dass er sich selber umbringen möchte.

Doch hier passiert etwas Größeres. Das Licht aus dem tiefen Gefängnis drang bis in sein Herz. Und dieses Licht war nicht eine Fackel, sondern das war der Heilige Geist durch Silas und Paulus.

Er verstand plötzlich wie der Zöllner aus Luk. Kap. 18 Vers 13 der von ferne stand, nicht wagte seine Augen zum Himmel zu erheben, sondern sich an seine Brust schlug und sagte:O Gott, sei mir Sünder gnädig!“

→ Er stellt fest, er ist derjenige der im Wasser zu ertrinken droht.

→ Er ist derjenige der an der Klippe hängt und fast runter fällt.

→ Er ist derjenige der im Auto fest steckt und nicht mehr heraus kommt.

Und nun schreit er heraus in Vers 30: „Was muss ich tun, dass ich gerettet werde?“

Es geht hierbei nicht um die leibliche Rettung. Nein er wollte aus der geistlichen Finsternis errettet werden. Er wollte fürs ewige Leben gerettet werden.

Warst du schon mal in so einer Situation, wo du nicht wusstest was du tun sollst? Wo du gemerkt hast, dass das Problem viel tiefer steckt, als du anfangs dachtest? Du hast gemerkt, dass du Hilfe brauchst. Die Rettung steht außerhalb deiner Möglichkeiten. Du bist angewiesen auf jemanden von außen.

Der Gefängniswärter, der jetzt selber ein Gefangener war, wollte nicht mehr sein Leben retten, sondern er wollte das Leben bekommen. Das ewige Leben.

Paulus und Silas geben uns die brennende Antwort auf diese hochbrisante Frage: „Glaube an Jesus den Christus, so wirst du gerettet werden“

In Vers 32 erklären sie ihm, was es bedeutet an Jesus Christus zu glauben.

Und er glaubte. Dieser Gefängniswärter wurde im Gefängnis von seiner Sündenschuld befreit. Und dann lies er sich mit seiner Familie auf den Glauben taufen.

Und das Beste ist, am Ende lesen wir: „Und er freute sich, dass er mit seinem ganzen Haus an Gott gläubig geworden war.“

Ist das nicht wunderbar?

Seine Freude war darin, dass seine Familie und er gerettet waren. Und das wünsche ich uns allen, dass wir diese Freude teilen, weil wir mit all unseren Lieben gläubig geworden sind. Und solange es noch nicht soweit ist, wollen wir im Gebet bangen um die Seelen die noch nicht gerettet sind.

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