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Mission bedeutet nicht nur Evangelisation.



Sehr nervös wartet ein Vater in der Entbindungsstation.

Endlich kommt die Krankenschwester mit Drillingen.

Sagt der Vater: „WOW …, toller Service, ich glaube ich nehme den Jungen in der Mitte.“


Das ist zwar eine witzige Geschichte, aber das geht natürlich nicht!

Drei Kinder waren diesem Mann wohl zu viel.

Und ich habe wirklich Hochachtung vor Jedem der Zwillinge oder sogar Drillinge aufgezogen hat.

- Wenn ein Baby weint, dann weint das andere gleich mit. Doppelte Lautstärke!

- Und dann hat man das eine Kind gerade gewickelt, alles weggeräumt.

Und dann entschließt sich das andere Baby auch noch die Pampers zu füllen.

- Immer gleich zwei die Krank sind usw.

Ich hoffe, dass ich damit niemanden einen Schreck damit mache.

Worauf ich eigentlich hinaus möchte ist, dass wenn Menschen zum Glauben kommen, dann sind Sie auch Neugeborene. Säuglinge die eine gute Mutter brauchen!


Wir lesen in der Apg. 12,24

"Das Wort Gottes aber breitete sich aus und mehrte sich. "

Viele kamen zum Glauben. Es entstanden Zwillinige, Drillinige, Vierlinge, 3000linge, usw… .

Die Anzahl der Gläubigen explodierte.

Mal bekehrten sich 3000, dann wurden es 5000 und so stieg die Anzahl stetig an.

Doch nun brauchten all die Babys gute geistliche Mütter.

Die sich um Sie kümmerten und ihnen halfen zu wachsen.

Also wurden Paulus und Barnabas ausgesandt zur ersten Missionsreise.


Und was taten Sie auf dieser Missionsreise? Was waren Ihre Aufgaben?


Sie erfüllten den Missionsbefehl aus Mt.28,19 und 20

"So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit! Amen."


Also

1. „So geht nun hin“ Sie gingen hin! Sie waren in…

Antiochia (Syrien) - Seleukia - ZYPERN - Salamis - Paphos - PAMPHYLIEN - Perge - PISIDIEN - Antiochia (Pisidien) - Ikonion - LYKAONIEN - Lystra - Derbe - Lystra - Ikonion - Antiochia (Pisidien) - PISIDIEN - PAMPHYLIEN - Perge - Attalia - Antiochia (Syrien)

Auf der ersten Missionsreise legten Sie etwa 1800 km zurück um von Ort zu Ort zu gehen und das Wort zu predigen.

Bei der zweite Missionsreise legten Sie sogar etwa 4000 km zurück.

Also der erste Befehl wurde erfüllt!


2. „macht zu Jüngern alle Völker“

Sollten Sie nun alle Menschen evangelisieren? Ja in der Tat! Aber noch mehr! Sie sollten Sie zu Jünger machen.

Das ist weit mehr!

Sie sollten den Menschen nicht nur helfen durch die enge Pforte zu gehen, sondern Sie auch auf dem schmalen Weg begleiten. (Wie es in Mt.7 steht)

Dieser Missionsbefehl ist nicht nur eine Aufforderung das Evangelium weiterzutragen, sondern es ist auch eine lehrmäßige Beschreibung wie biblische Evangelisation aussieht.

Menschen zu Jesus führen um Sie dann sich selber zu überlassen ist unbiblisch.

Als Paulus von den Leuten aus Ikonium aus der Stadt geschliffen und gesteinigt wurde, da überlebte Paulus es. Doch dann stand er auf und ging zurück in die Stadt, weil er noch nicht fertig mit den Gläubigen dort vor Ort war.

Wir lesen Apg.14,22

Dabei stärkte sie (Paulus und Barnabas) die Seelen der Jünger und ermahnten sie, unbeirrt im Glauben zu bleiben, und sagten ihnen, dass wir durch viele Bedrängnisse in das Reich Gottes eingehen müssen.

Also Paulus und Barnabas haben nicht nur Menschen für Jesus gewonnen, sondern Sie auch ein stückweit begleitet.

Sie haben die Gläubigen belehrt, sie überführt, zurechtgewiesen, sie in der Gerechtigkeit erzogen, damit sie als Menschen Gottes ganz zubereitet wurden, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet. Ganz nach 2.Timotheus 3.16


2.1 Wenn ich mir die Missionsreisen und die Briefe von Paulus anschaue.

Dann sehe ich, dass gerade Paulus ein großes Anliegen für die Zurüstung der Gläubigen hatte.

Natürlich war er der Evangelist schlecht hin.

Aber in erster Linie hat er die Jünger ausgerüstet und die Gläubigen gestärkt.

Er hat sich mit der Lehre und Ordnungen der Gemeinde beschäftigt.

Er hat sich den Problemen und Nöten der Gemeinden gewidmet.

Er hat Gemeindezucht veranlasst und vieles mehr!

Viele wollen heute Hebammen sein, aber keine Mütter.

Menschen zur Bekehrung führen, aber wie geht’s dann weiter?

!!! Neugeborene brauchen Begleitung. Eine gute geistliche Mutter !!!

So wie Paulus und Barnabas es waren.

Evangelisation bedeutet Nacharbeit zu machen!

Und hier sind wir alle gefragt!

Du bist ein Evangelist, wenn du dazu beiträgst, dass Jemand im Glauben voranschreitet!

Und ich möchte ein Paar Punkte aufführen, wie Paulus Mission verstand:


Punkt 1: Babys brauchen Babyspeise, statt Nahrung auf Erwachsenen Weise.

Die Korinther haben Streitigkeiten untereinander und Paulus muss Sie zurechtweisen.

Er schreibt: 1.Kor.3,2

Milch habe ich euch zu trinken gegeben und nicht feste Speise; denn ihr konntet sie nicht vertragen, ja ihr könnt sie auch jetzt noch nicht vertragen, …

Nun Paulus tadelt Sie hier, dass Sie immer noch keine feste Speise zu sich nehmen können. Weil sie Junggläubige geblieben sind. Sie sind Säuglinge geblieben, obwohl Sie schon Erwachsen sein und feste Speise zu sich nehmen sollten.


Hierbei können wir ein Prinzip ableiten.

Paulus verteilte Speise, nach Reifegrad!

Das bedeutete er musste herausfinden, wie weit Sie geistlich sind und entsprechend die Speise aufbereiten. Wie bei Babys.

Gerade im Umgang mit Junggläubigen muss man sehr aufpassen.

- Babys müssen die Speise verdauen können.

Daher muss Sie angemessen und gut dosiert sein.


- Die Mutter achtet darauf, was Gesund ist und was nicht.

Als Erwachsene machen wir das selbst.

Aber Kinder sind auf eine gute Mutter angewiesen.

Es ist nicht gut, dass man sich als Junggläubiger direkt auf alle Themen stürzt.

Gerade die kritischen Themen, die von den Theologen heiß umstritten sind, sollte man zuerst vermeiden.

Denn häufig fehlt einem die Weitsicht, das tiefergehende Verständnis und wichtige Informationen.


Daher sollte das erste sein: Lerne Gottes Speise kennen.

Als ich zum Glauben gekommen bin, da habe ich die Bibel verschlungen.

Ich habe nichts anderes als die Bibel gelesen.

Ich habe Vieles nicht Verstanden, aber das was ich Verstanden habe, war Sprengstoff für mein Leben.

Das hat mein Leben revolutionär verändert.

Natürlich werden wir am Anfang nicht alles sofort verstehen.

Und manchmal wird das Essen auch daneben gehen. Aber nicht schlimm!

Niemand kann erwarten, dass du von jetzt auf gleich dich selber ernähren kannst.

Sondern du bist angewiesen auf andere.

Gemeindeleben bedeutet Verantwortung zu haben. Verantwortung Füreinander.

Zu Jüngern machen, bedeutet Mutter sein.


Punkt2: Kümmern, statt Rütteln

Paulus musste manchmal hart rütteln und schütteln.

Aber das Tat er nur dann, wenn es wirklich erforderlich war.

Selbst zu den Korinther schreibt er: 1Kor.1,4

"Ich danke meinem Gott allezeit euretwegen für die Gnade Gottes, die euch in Christus Jesus gegeben ist, …"

Obwohl er mit den Korinthern und anderen Gemeinden sehr viel zu schimpfen hatte, war er so liebevoll zu ihnen.

Natürlich verlangte diese Liebe auch Zucht.

Aber immer indem er sich kümmerte wie eine Mutter.

Er ermutigte, sorgte und liebte die Gemeinden.

Davon sollten wir lernen. Wir sollten mehr ermutigen, statt zu fordern.

Mehr Liebe zeigen, statt zu erwarten.

Wie oft sehen wir nur die Fehler, die Dinge die nicht in Ordnung sind und wollen nur zurechtbiegen.

Wir sollten viel mehr diejenigen sein, die das Rohr warm machen, damit Jesus das biegen vornehmen kann.

Gerade im Umgang mit Junggläubigen dürfen wir nicht zu viel fordern, sondern sollten unterstützen und beten.


Wir als Gemeinde sollten:

- Nestwärme, Geborgenheit, Annahme, Wertschätzung und eine liebevolle Atmosphäre vermitteln.

Die Raue Kälte, Einsamkeit und der Leistungsdruck müssen draußen bleiben.

Von der ersten Gemeinde lesen wir, dass sie ein Herz und eine Seele waren.

Sie waren Beisammen, hatten Gemeinschaft und waren beständig in der Lehre und im Brotbrechen.


- Warum kommt das Kümmern häufig zu kurz?

Weil Viele, wie die Korinther; ihr Leben lang Babys geblieben sind und nicht in der Lage sind, sich geistlich um Jemanden zu kümmern.


Wir alle sollten aneinander dienen und kümmern.

Dazu braucht man keine herausragende Begabung, sondern lediglich Liebe.

(Und dies wurde jedem Gläubigen ins Herz gegossen.)

Liebet einander ruft die Bibel uns auf..


Punkt3: Schritte machen, statt auf Fehler wachen.

- Jemand sagte mal: Wir sind so sehr darauf bedacht auf die Fehler zu hören, dass wir es verlernt haben die schöne Melodie zu genießen.

Wir verzweifeln an uns selber und wagen keine Schritte.

- Kinder die Fallen, müssen immer wieder aufstehen und weitergehen.

Sonst lernen Sie nie das Gehen.

Kinder die sich immer nur an das Fallen erinnern und liegen bleiben, werden keine Muskulatur aufbauen. Sie lernen nicht das Gleichgewicht zu halten.

Und werden nie neue Schritte wagen.

Als Kinder Gottes müssen wir lernen immer wieder aufzubrechen.

Wenn wir fallen, dann gehen wir zum Kreuz, erhalten Vergebung und brechen neu auf.

Wir gehen die nächsten Schritte.


Und damit kommen wir zurück zu unserem eigentlichen Bibeltext zum Missionsbefehl.

1. Paulus ist hingegangen

2. Er machte zu Jünger, in der Rolle einer kümmernden Mutter.

3. „tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes

In der Bibel finden wir die Taufe immer als Reaktion auf den Glauben.

Die Taufe ist ein Ausdruck der Jüngerschaft.

Ein öffentliches Bekenntnis vor den Menschen, um die eigene Bekehrung und Nachfolge Jesu Christi zu bekunden.

Darüber hinaus ist es auch ein Gehorsamsschritt zum Befehl der Nachfolge.

Aber immer eingebettet in der persönlichen Beziehung zu unserem Herrn Jesus Christus.

Junggläubige sollten den nächsten Schritt wagen.

Und dazu gehört die Taufe.

Ich kann nur jedem empfehlen, diesen Schritt nicht aufzuschieben, sondern dies möglichst bald nach der Bekehrung zu machen.

In der Bibel hat man dies mit oder direkt nach der Bekehrung gemacht.

Also es war häufig ein Akt, der ineinander überging.


Warum ist es gut die Taufe zeitnah nach der Bekehrung zu machen?

Weil wenn ich etwas zum Ausdruck bringen möchte was in mir passiert ist, und ich das erst nach Jahren mache, dann kann es an Bedeutung verlieren.

Das Bedürfnis der Welt meine Neugeburt in Christus zu zeigen, schwächt vielleicht nach der Zeit ab.

Außerdem kann mich das Vermeiden dieses Schrittes im Wachstum hindern.

Vielleicht ist das der nächste Schritt um selbstständig Gehen zu lernen.


Hat Paulus getauft?

Ja, aber nur ein paar Leute. Denn zu den Korinther schreibt er:

"Denn Christus hat mich nicht gesandt zu taufen, sondern das Evangelium zu verkündigen, und zwar nicht in Redeweise, damit nicht das Kreuz des Christus entkräftet wird. "(1.Kor.1,17)

Also den dritten Befehl ist er nicht nachgekommen. Kann man das so sagen?

Nein, denn Mission ist immer Gemeindearbeit.

Paulus ist dem auch Nachgegangen, als es Notwendig war.

Aber es war nicht seine Hauptaufgabe.

Dafür wurden andere von Christus gesandt!

Ich denke dieser Punkt ist wichtig.

Damit wir lernen als Team zusammenzuarbeiten.

Evangelisation ist nicht nur eine Veranstaltung!

Sondern ein Prozess eines Menschen.

Der in Christus geboren ist, wächst, Schritte macht und Erwachsen wird!

Und jeder von Uns darf und soll daran teilhaben.

Du bist ein wichtiger Teil dieses Missionsbefehls, ob du hingehst und das Evangelium verkündigst. Oder anderen hilfst im Glauben zu reifen.

Jeder Dienst an den Menschen ist Mission und trägt dazu bei, dass Jesus sich verherrlicht.


4. „lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe.“

Ganz am Anfang der Apostelgeschichte lesen wir, wie Lukas über die Absicht des Lukasevangeliums berichtet:

Apg.1,1

Den ersten Bericht habe ich verfasst, o Theophilus, über alles, was Jesus anfing zu tun und zu lehren.

Jesus lehrte und unterstrich seine Lehre mit seinen Taten.

Jesus brachte uns eine neue Lehre. Er brachte uns nicht nur Sühnung.

Sondern die frohe Botschaft ist Lehre.

-Die Lehre über den Zustand des Menschen vor Gott.

- Die Lehre der Vergebung durch den Opfertod am Kreuz und vieles vieles mehr.

Jesus brachte Lehre als er die Bergpredigt gehalten hat.

Jesus gab ein Lehrbefehl an seine Jünger weiter und die erste Gemeinde blieb beständig in der Lehre.

Zu Timotheus schreibt Paulus: "Habe Acht auf dich selber und auf die Lehre!"

Also Evangelisation ist an biblische Lehre geknüpft.

Jesus Gemeinde soll an die lautere Lehre der Bibel festhalten.

Wir dürfen keine Kompromisse machen.

Und daher gehören die Lehrer unter uns auch zu Missionsarbeit.


Ich möchte abschließen mit dem Schlusswort des Missionsbefehls:

5. „ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit! Amen.“

Das ist ein ergreifendes Echo auf den Anfang des Matthäusevangeliums.

„Siehe die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären; und man wird ihm den Namen Immanuel geben“ Mt.1,23

Weiß Jemand was das heißt?

Das heißt übersetzt „Gott mit uns“

Das Evangelium beginnt mit der Geburt und Fleischwerdung Gottes.

Gott ist zu uns gekommen, um sich uns zu schenken.

Gott war als Mensch bei uns.

Und deswegen war Jesus Name auch Immanuel „Gott mit uns“.

Und als er zurück in den Himmel gefahren ist, hat er uns verheißen:

„Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Weltzeit“

„Gott mit uns“ teilt uns mit,“ dass er bei uns ist bis ans Ender der Weltzeit“

Das gilt dir, wenn du ein Kind Gottes bist.


Ich möchte zusammenfassen:

- Wir haben uns heute den Missionsbefehl anhand von Paulus Missionsreisen angeschaut.

1. Wir haben festgestellt, dass Mission nicht nur Evangelisation ist.

2. Mission ist Gemeindearbeit.

3. Mission verlangt die richtige biblische Lehre

4. Mission hat das Ziel Jünger zu machen. Menschen nicht nur durch die enge Pforte zu bringen, sondern beim Erwachsen werden zu helfen.

5. Mission braucht gute geistliche Mütter. Die sich um die Kinder Gottes kümmern.

Die gute und angemessene Speise verteilen können.

6. Und Kinder Gottes sind angehalten Schritte zu machen und geistlich selbstständig zu werden. Sodass sie wiederum andere im Glauben unterstützen können.

Unter anderem ist der Schritt der Taufe wichtig um im Glauben zu reifen.


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