top of page

Die Naturwissenschaft und der Glaube an einen Schöpfer

Auszug aus dem Buch "Wer glaubt muss denken" von John Lennox und David Gooding


Der verbreitete Eindruck, dass relativ wenige Naturwissenschaftler an Gott glauben, ist falsch. Eine neuere Umfrage (1996), die in dem angesehenen Wissenschaftsjournal „Nature“ veröffentlicht wurde, zeigt: Von 1000 Wissenschaftlern in den USA glauben 40% nicht nur an Gott, sondern sogar an einen persönlichen Gott, der auf Gebet antwortet.

Diese Befragung wurde in exakt derselben Weise auch 1916 durchgeführt.

Tatsächlich haben sich in den letzten 80 Jahren die Proportionen nicht verschoben, außer dass heute etwas weniger Physiker glauben und dafür etwas mehr Biologen als damals. Einer der drei Physik-Nobelpreisträger von 1998 ist ein aktiver Christ.

Das Ergebnis der Umfrage sollte uns nicht überraschen.

Denn schließlich bildete der Glaube an einen Schöpfer den Ausgangspunkt für die moderne Wissenschaft.

Einer der herausragendsten Historiker unseres Jahrhunderts, Sir Alfred North Whitehead,

sagte dazu: „Die Menschen begannen wissenschaftlich zu forschen, weil sie Gesetze in der Natur erwarteten, und sie erwarteten Gesetze in der Natur, weil sie an einen Gesetzgeber

glaubten.“ Man hatte die Überzeugung, dass Gott eine geordnete Welt erschaffen hatte und dass diese Ordnung von rationalen menschlichen Wesen erfasst werden kann, die selbst im

Ebenbild Gottes erschaffen worden sind. Diese Überzeugung motivierte viele herausragende Größen der Wissenschaft wie Kepler, Pascal, Boyle, Newton, Faraday, Mendel, Pasteur, Kelvin und Clark-Maxwell. Sie alle hätten mit Einstein übereingestimmt, der sagte: „Wissenschaft ohne Religion ist lahm, Religion ohne Wissenschaft ist blind.“

Alle wissenschaftlichen Bemühungen gründen sich auf die rationale Verständlichkeit des Universums.

Aber wir sind so an dieses Vertrauen auf die Gültigkeit der verbalen und mathematischen

Gedanken gewohnt, dass wir manchmal übersehen, welch unüberwindbares Problem dadurch für den Atheismus entsteht.

Der Atheismus ist doch an die materialistische Philosophie gebunden, wonach die Naturkräfte, die für die Existenz des Universums und der rationalen Intelligenz verantwortlich sind, blind und ziellos seien und eigentlich alles auf sich zufällig bewegende Atome reduziert werden könne. Professor Haldane, in Wirklichkeit selbst ein Atheist, hat die Schwierigkeit schon vor langem eingestanden: „Wenn meine Gedankenprozesse nur von der Bewegung der Atome in meinem Gehirn bestimmt werden, dann habe ich keine Grundlage für die Annahme, dass meine Überzeugungen wahr sind. Insbesondere habe ich keine Grundlage für die Annahme, dass mein Gehirn aus Atomen besteht.“

Mit anderen Worten: Wie können wir (in der Wissenschaft und allen anderen Bereichen) Gedanken trauen, wenn sie nur das Ergebnis eines Zufalls sind?

Auf diese Weise zerstört der konsequente materialistische Wissenschaftler die Grundlage seiner Wissenschaft. Wie C. S. Lewis es ausdrückte:

„Er ist wie jemand, der den Ast absägt, auf dem er sitzt.“

Einsteins Bemerkungen dazu bringen Licht in die Sache: „Die Überzeugung, dass das Universum mit allem, was existiert, mit dem menschlichen Verstand erfassbar sei und dass die darin geltenden Gesetze rational seien, gehört zum Bereich der Religion.

Ich kann mir keinen Wissenschaftler vorstellen, der diese tiefe Überzeugung nicht teilt.“

So ist also der Glaube an einen rationalen Schöpfer keineswegs absurd, sondern steht völlig im Einklang mit unserer Wahrnehmung der Ordnung in der Welt.

„Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde.“

Diese bekannten Anfangsworte der Bibel sollten den Wissenschaftler besonders faszinieren.

Denn die Behauptung der Bibel, dass das Universum einen Anfang hatte, steht in völligem Kontrast zu den überholten marxistischen Theorien und findet beachtliche Unterstützung in neueren wissenschaftlichen Arbeiten.

Natürlich geht die öffentliche Faszination von den Ursprüngen zum Großteil auf die Flut von Veröffentlichungen zurück über verschiedene wissenschaftliche Versuche, den Begriff des Anfangs überhaupt zu verstehen. Die bekannteste dieser Veröffentlichungen ist vielleicht Stephen Hawkings Buch „Eine kurze Geschichte der Zeit“.

Obwohl Carl Sagan im Vorwort Hawkings Buch beschreibt als ein Buch über „Gott … oder vielleicht über die Nichtexistenz Gottes“, hat Hawking selbst geschrieben:

„Unser derzeitiger Wissensstand steht völlig im Einklang mit der Aussage, dass es ein Wesen gibt, das für die physikalischen Gesetze verantwortlich ist.“

Ein Aspekt des Anfangs, der sehr viel wissenschaftliche Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat, ist das unglaublich fein eingestellte Gleichgewicht der beteiligten Fundamentalkräfte. Der bekannte Physiker Paul Davies beschreibt zum Beispiel, dass das Gleichgwicht zwischen der Schwerkraft und der schwachen Kernkraft mit einer Genauigkeit von 1:1040 abgestimmt sein muss, damit wir eine Welt wie die unsere haben.

Er sagt, dass es sich dabei um dieselbe Genauigkeit handelt, die ein Scharfschütze brauchen würde, um ein 1 cm großes Ziel zu treffen, das sich am anderen Ende des beobachtbaren Universum befindet, 20 Millionen Lichtjahre entfernt!

Seine Reaktion: „Man kann sich kaum des Eindrucks erwehren, dass es etwas gibt – einen Einfluss, der die Raumzeit und die Beschränkungen der relativistischen Kausalität übersteigt –, das bei der Entstehung des Kosmos einen Überblick über den gesamten Kosmos hatte und all die kausal voneinander unabhängigen Teile so manipulierte, dass sie mit fast genau derselben Energie und zur selben Zeit explodierten und dennoch nicht so exakt koordiniert waren, dass die geringfügigen, kleinen Unregelmäßigkeiten unterbunden worden wären, die schließlich das Universum – und uns – gebildet haben.“

Auch Sir Fred Hoyle glaubt anscheinend an eine alles lenkende „Superintelligenz“:

„Das Universum ist offensichtlich eine abgekartete Sache. Es gibt zu vieles, was zwar wie durch Zufall entstanden aussieht, es aber nicht ist. Eine vernünftige Interpretation der Tatsachen legt den Gedanken nahe, dass eine Superintelligenz mit Physik, Biologie und Chemie jongliert hat und dass es in der Natur keine blinden Kräfte gibt, die der Rede wert wären.“

Die vielleicht wichtigste Übereinstimmung zwischen Wissenschaft und Bibel hat mit der Methode der Schöpfung zu tun.

Natürlich ist die Bibel kein naturwissenschaftliches Lehrbuch.

Sie hat uns viel mehr über den Zweck der Schöpfung zu sagen (die Antwort auf das „Warum?“) als über die Vorgänge der Schöpfung (die Antwort auf das „Wie?“).

Trotzdem liefert sie einige sehr wichtige Beiträge zur Frage nach dem „Wie?“.

Das 1. Buch Mose beschreibt die Schöpfung und das Organisieren des Kosmos in einer Folge von „Tagen“.

An dieser Stelle sehen einige 1. Mose nicht mehr als ernst zu nehmendes historisches Zeugnis an, weil sie denken, es repräsentiere die Schöpfung als ein Ereignis von sieben Tagen und stehe damit im Konflikt mit ihren Vorstellungen vom Alter der Erde.

Ein sorgfältiges Studium von 1. Mose zeigt jedoch, dass es sich um ein hochgradig geniales historisches Zeugnis handelt.

Wenn man die Bedeutungsspanne des Wortes „Tag“ im Text berücksichtigt, zusammen mit dem Fehlen des definitiven Artikels im Hebräischen (für die ersten fünf Tage), zeigt sich, dass es eine Anzahl von legitimen alternativen Interpretationen gibt, einschließlich der Möglichkeit, dass zwischen den Tagen eine nicht spezifizierte Zeitperiode liegt, in der sich das Potential entfaltete, das Gott an dem Tag gegeben hatte. Das ist ein interessantes Thema, aber der Platz reicht hier nicht, um es jetzt weiter zu entwickeln.

Das Wichtige wäre nach der Bibel also nicht so sehr das Alter der Universums, sondern das, was zu jedem Schritt der Schöpfung gehörte. Jeder Schritt wird eingeleitet durch den Ausdruck „Und Gott sprach“. Dieser Gedanke wird im Neuen Testament wiederholt und betont: „Im Anfang war das Wort … und das Wort war Gott … Alles wurde durch ihn …“ (Johannes 1,1-3); „Durch Glauben verstehen wir, das die Welt durch Gottes Wort bereitet worden ist, also das, was man sieht, aus Unsichtbarem entstanden ist“ (Hebräer 11,3).

Worte sind Informationsträger und die Bibel behauptet also, dass zum Schöpfungsprozess

die Zufuhr von Information (und Energie) gehört.

Diese Behauptung ist faszinierend im Licht von der relativ neu entdeckten Tatsache, dass zum Beispiel eine lebende Zelle nicht einfach aus Materie besteht, sondern aus Materie, die ein enorm komplexer Datenträger für Information ist.

Wenn die Bibel nicht Gottes Wort ist, sondern eine primitive Erfindung, wie manche denken, so gibt es in der Tat ein reales Problem zu erklären, wie die Bibel zu derart tiefen Erkenntnissen gekommen ist, die in solcher Harmonie mit dem wissenschaftlichem Verständnis stehen.

Die Grundfrage der Biologie ist, wo die genetische Information herkam.

Die biblische Antwort stimmt mit unserer Erfahrung überein und diese sagt aus, dass die Informationsquelle ein intelligenter Schöpfer ist. Wenn jedoch die Existenz eines Schöpfers geleugnet wird, gibt es nur eine weitere logische Alternative und die wird vom Materialismus bevorzugt: Die Materie hat letzten Endes eine innewohnende Kraft, sich selbst zu organisieren und somit all die unzähligen komplexen Lebensformen hervorzubringen, die wir kennen.

Die Wissenschaft selbst stellt diese Theorie in Frage.

Ich gebe zu, dass Berechnungen der mathematischen Wahrscheinlichkeit bekanntlich schwierig sind, aber nichtsdestoweniger bleibt die Tatsache bestehen, dass schwerwiegende Indizien gegen die Hypothese der Selbstorganisation sprechen.

Das wurde aus vielen Quellen demonstriert in Dean Overmans Buch „A Case Against Accident and Self Organisation” (1998).

Das Buch beinhaltet zum Beispiel die Berechnungen von Sir Fred Hoyle und Chandra Wickramasinghe, die zeigen: Die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein einziges Bakterium durch einen zufälligen Prozess selbst zusammengesetzt hat, beträgt ungefähr 1 : 1040.000 (im ganzen Universum schätzt man insgesamt nur 1080 Protonen). Hubert Yockey, der Autor des einflussreichen Buches „Information Theory and Biology“ sagt, Hoyle sei viel zu optimistisch, und kommt zu dem Schluss: „Das Leben ist einfach nicht durch Zufall entstanden.“

Tatsächlich hat auch Sir Francis Crick, Mitentdecker der Doppelhelix-Struktur der DNS, gesagt: „Die Schwierigkeiten mit der Entstehung des Lebens sind derart zahlreich, dass sie fast ein Wunder zu sein scheint.“

In seinem Buch „Der Ursprung der Arten“ schrieb Charles Darwin: „Wenn bewiesen werden könnte, dass irgendein komplexes Organ existiert, dass unmöglich durch viele aufeinanderfolgende kleine Modifikationen entstanden sein kann, würde meine Theorie vollkommen zusammenbrechen.“

Michael Behe demonstriert in seinem Buch „Darwins Black Box“ (1997), dass es in der Natur viele molekulare Maschinen gibt, die so eine „irreduzible Komplexität“ besitzen.

Ein Beispiel ist der unglaublich kleine elektrische Motor, durch den Bakterien schwimmen können.

Keine darwinistische Erklärung kann für die Entstehung einer solchen Maschine gegeben werden, nicht einmal theoretisch, meint Behe.

Außerdem hat Prof. Siegfried Scherer, Mikrobiologe an der TU München, ausgerechnet, dass die Wahrscheinlichkeit der evolutionären Entstehung eines derartigen Motors – sogar von einem nur etwas primitiveren – in der gesamten Erdgeschichte nur 1 : 1029 beträgt, also undenkbar klein ist.1

Gegen die Vorstellung, dass die genetische Information von einer intelligenten Quelle stammt, gibt es Widerstand. Einige Wissenschaftler befürchten, dies sei eine anti-intellektuelle Position, die Gott als Lückenbüßer heranziehe, d. h. man setze Gott zur Erklärung all dessen ein, wozu man zu faul ist es mit materialistischen wissenschaftlichen Mittel zu erklären.

Diese Wissenschaftler befürchten, dies würde zu einem Ende der Wissenschaft führen. Doch diese Furcht ist unberechtigt, wie die folgenden Beispiele illustrieren:

1. Denken Sie einmal an gedruckte Worte auf Papier.

Durch die chemische Untersuchung von Papier und Farbe kann man nicht einmal entdecken, dass die Worte eine Botschaft enthalten.

Der Gedanke, dass die Form der Buchstaben von jemanden entwickelt wurde, ist in den Erklärungsmöglichkeiten von Chemie und Physik eine „Lücke“ („Singularität“ oder „Diskontinuität“ mögen bessere, weniger emotionale Begriffe sein).

Wir könnten es sogar eine „gute“ Lücke nennen, weil sie uns dazu bringt, eine Erklärung auf höherer Ebene zu suchen, in Form einer intelligenten Eingabe durch einen Drucker. Nobelpreisträger Sperry hat auf folgende Weise die Schwachseite der reduktionistischen Erklärungen beschrieben:

„Die Bedeutung der Botschaft kann man nicht in den chemischen Bestandteilen von Papier und Farbe finden.“

2. Was man von der Suche nach außerirdischer Intelligenz, in welche wissenschaftliche Organisationen Millionenbeträge investiert haben, an sich auch halten mag, so ergibt sich daraus doch eine höchst interessante Frage: Woran kann man erkennen, dass ein empfangenes Signal von einer intelligenten Quelle stammt und es sich nicht einfach um zufällige Hintergrundgeräusche des Funkverkehrs handelt? Man argumentiert, dass man intelligente Sender zumindest erkennen kann.

Der Grund dafür ist, dass eine intelligente Botschaft nicht nur geordnet ist, sondern auch die Art von Komplexität aufweist, die für Sprache charakteristisch ist.

Deshalb kann eine Botschaft, auch wenn sie von Außerirdischen käme, an der Art ihrer Komplexität wissenschaftlich erkannt werden.

Yockey vergleicht die Komplexität von DNS mit geschriebener Sprache und sagt: „Es ist wichtig zu verstehen, dass wir keine Analogieschlüsse ziehen.

Die Sequenzhypothese (dass die DNS im Wesentlichen wie ein Buch funktioniert) kann man sowohl direkt auf das Protein und den genetischen Text anwenden wie auch auf geschriebene Sprache und deshalb ist deren Handhabung mathematisch identisch.“

Da sich das so verhält, könnte man natürlich fragen: Warum betrachtet man es als unwissenschaftliches „Lückenfüller-Gott“- Argument, wenn man eine intelligente Quelle (den Schöpfer) postuliert, um den Ursprung der spezifischen Komplexität der DNS zu erklären?

Warum wird dabei genau dasselbe Argument als wissenschaftlich betrachtet (und nicht als „Lückenfüller- Außerirdische“-Argument!), wenn eine intelligente Quelle für eine Nachricht aus dem All postuliert wird?

Diese Inkonsequenz offenbart, wo das eigentliche Problem liegt: auf der Ebene der Philosophie, die hinter der Wissenschaft steht.

Der weltberühmte Genetiker Richard Lewontin von der Harvard- Universität ist atemberaubend ehrlich, wenn er uns berichtet:

„Unsere Bereitschaft, wissenschaftliche Behauptungen zu akzeptieren, die dem gesunden Menschenverstand widersprechen, ist der Schlüssel zum Verständnis des eigentlichen Kampfes zwischen Wissenschaft und dem Übernatürlichen.

Wir stellen uns auf die Seite der Wissenschaft, trotz der offenkundigen Sinnwidrigkeit einiger ihrer Konstruktionen … trotz der Toleranz der wissenschaftlichen Gesellschaft für unbewiesene Märchen, weil wir eine Vorentscheidung getroffen haben für … Materialismus. Nicht dass die Methoden der Wissenschaft uns irgendwie dazu bringen würden, eine materialistische Erklärung der sichtbaren Welt anzunehmen, ganz im Gegenteil:

Weil wir materialistische Ursachen vorziehen, sind wir gezwungen, eine Forschungsmethodik und eine Reihe von Begriffen zu schaffen, die materialistische Erklärungen hervorbringen, egal wie sehr sie sich gegen die Erkenntnisse richten, egal wie mystisch sie für den Uneingeweihten klingen mögen.

Darüber hinaus ist der Materialismus absolut, denn wir können keinen göttlichen Fuß in der Tür zulassen.“ (1997)

Diese aufschlussreiche Aussage eines prominenten Mitglieds des wissenschaftlichen Establishments ist weit entfernt von der verbreiteten naiven Meinung, die Wissenschaft sei unparteiisch und würde vorurteilslos den Ergebnissen von Experimenten folgen, wohin diese auch führen mögen.

Für Lewontin kommt zuerst das Bekenntnis zum Materialismus, dann folgt die Wissenschaft. Wenn man aber seine Wissenschaft so gestaltet, dass man nie in Gefahr gerät, eine göttliche Fußspur zu entdecken, dann wird man natürlich tatsächlich nie eine entdecken.

Aber dadurch bleibt die Frage völlig offen, ob nun göttliche Fußspuren existieren.

Und genau das wird auf Grund dieser Theorie abgestritten!

Göttliche Fußspuren existieren. Tatsächlich informiert uns die Bibel darüber, dass es mindestens drei Ebenen gibt, auf denen Gott in die Natur eingreift. Zuerst einmal die Tatsache, dass er „alle Dinge durch das Wort seiner Macht trägt” (Hebräer 1,3); ohne dieses Erhalten würde das Universum aufhören zu existieren.

Deshalb ist das ganze Universum so eine göttliche Fußspur: Die Schönheit und Vielseitigkeit und Regelmäßigkeit darin zeigen Gottes Herrlichkeit. Außerdem benutzt Gott zu bestimmten Zeiten die Vernetzung von Ursache und Wirkung, um eine besondere Demonstration seiner Macht zu geben, wie damals, als er das Rote Meer mittels eines starken Windes teilte, um den Auszug aus Ägypten zu ermöglichen.

Schließlich gibt es jene Ereignisse, wo Gott etwas ganz Neues einbringt, das nicht in Begriffen natürlicher Prozesse erklärt werden kann, die vor dem Auftreten wirksam waren. Dazu gehört die schrittweise Zugabe von Information (und Energie) bei der Schöpfung, aber ganz besonders bei der Menschwerdung, die folgendermaßen beschrieben wird: „Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns“ (Johannes 1,14), und auch bei der Auferstehung von Jesus.

Glaube an Gott, den Schöpfer, ist weit davon entfernt, die Wissenschaft zu behindern, sondern erfüllt sie und das gesamte Leben mit einer neuen Vitalität.

Denn die Tatsache, dass ich im Bild Gottes erschaffen wurde, gibt mir und jedem anderen Menschen eine unendlich große Bedeutung.

Im völligem Kontrast zu der Hoffnungslosigkeit des Atheismus bietet die Bibel eine glaubwürdige und zufriedenstellende Hoffnung für die Zukunft an, für mich als Individuum und für die Welt als Gesamtheit. Diese Hoffnung wird das Thema des nächsten Kapitels sein.


Wer glaubt muss denken

David Gooding/John Lennox

9 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen
bottom of page