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Anweisungen für das nächste Jahr


Ein neues Jahr hat begonnen und vielleicht habt auch ihr das letzte Jahr für euch reflektiert und festgestellt, was im letzten Jahr nicht so gut war.

Man startet das neue Jahr häufig damit, dass man sich gute Vorsätze macht und sich Ziele setzt. Man möchte alte Laster abwerfen und das Leben mit neuen guten Vorhaben anreichern.


- Wir möchten das unser Leben besser, sinnerfüllter und wertvoller wird.

- Vielleicht möchten einige sich gesunder ernähren, ein paar Kilo verlieren und mehr Sport treiben.

- Andere erhoffen sich vielleicht eine Veränderung auf der Arbeit oder im Privatleben.


Was wir alle aber möchten ist, unsere Probleme zu lösen, schlechte Gewohnheiten abwerfen und neu durchzustarten.

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In diesem Zusammenhang möchte ich gerne die Abschlussgedanken des 1.Korintherbriefes betrachten.

1. Sammlung der Liebesgaben (1.Korinther 16,1-4)

In Kapitel 16 beginnt Paulus damit eine Geldsammlung für die Gemeinde in Jerusalem anzusprechen. - Nicht nur das er motiviert für den Mangel der Christen in Jerusalem eine Spende zu sammeln.

- Sondern er ordnet sie an, (so wie die Galater) wöchentlich am Sonntag so viel Geld zurückzulegen, wie es ihnen möglich ist. Damit wenn er kommt, die Spende bereits vorbereitet ist und er sie Jerusalem überbringen kann. - Paulus nennt diese Spende eine „Liebesgabe“.


Normalerweise redet man ungern über Geld. Gerade in der Gemeinde scheuen wir uns häufig davor, weil man so schnell den Ruf bekommt, dass man hinter dem Geld her ist.

Paulus dagegen scheute sich nicht über Geld zu sprechen, weil er die Notwendigkeit sah, dieses für das Reich Gottes einzusetzen. Die Muttergemeinde in Jerusalem brauchte dringend Unterstützung, denn viele Gläubige waren bedürftig. Und so hat Paulus bereits Liebesgaben von den Gemeinden in Galatien, Mazedonien, und Achaja eingesammelt. Und nun fordert er auch die Korinther dazu auf.

Wir sehen das Paulus die Gemeinden mobilisiert für diese Liebesgabe. Auch wenn der Aufruf sich wie eine Aufforderung anhört, erinnert er sie daran, dass dies kein Zwang oder Verpflichtung ist, sondern eine Gabe, die aus Liebe geschieht.


Im 2.Korintherbrief Kapitel 9 greift Paulus diese Liebesgabe erneut auf und nennt sie sogar eine „Segensgabe“ (2.Kor.9,5).

Er schickt sogar Mitarbeiter nach Korinth voraus, damit Sie diese Segensgabe vorbereiten und damit diese ja keine Gabe des Geizes wird. Und dann schreibt Paulus: 2.Kor.9,6-7

"Das aber [bedenkt]: Wer kärglich sät, der wird auch kärglich ernten; und wer im Segen sät, der wird auch im Segen ernten.

7 Jeder, wie er es sich im Herzen vornimmt; nicht widerwillig oder gezwungen, denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb!"


Gott liebt einen Geber, der seine Gaben für ihn einsetzt. Ich weiß nicht, ob und wie viel du spendest. Ich will es auch gar nicht wissen, weil es eine geheime Sache zwischen dir und Gott sein soll. Aber ich möchte dir verraten, dass Segen hinter deinen eingesetzten Gaben steckt. Du beweist deine Liebe zu Gott, indem du deine Gabe bei Gott investierst.

Und Gott wird dafür sorgen, dass du reichlich ernten wirst. Das bedeutet zwar nicht, dass aus 5 € gleich 10€ werden. Sondern, dass aus 5 € zum Beispiel weniger Geiz wird. Oder das du davor bewahrt wirst eine Sache zu kaufen, die dein Herz vielleicht einnimmt. Gott wird Segen schenken! --> Wie auch immer der Segen aussieht.


Vielleicht tust du dich schwer, ein wenig für Gott an die Seite zu tun. Dann möchte ich dich ermutigen, die Bibel dahingehend zu untersuchen und festzustellen, wie reich Gott dies belohnen möchte. Gott braucht nicht unser Geld und doch möchte er, dass wir es zu seinen Gunsten verwalten. Gott will sehen, worin wir uns investieren, was wir fördern und unterstützen wollen: Christliche Einrichtungen scheitern in ihrer Handlungsmacht häufig an mangelnden Finanzen, währenddessen: - Netflix, Amazon Prime oder Spotify, riesen Geldsummen verwenden um Medien zu produzieren.

- Die Mode-, Automobil-, Elektro- oder Bauindustrie, verfügen über riesige Geldsummen, um noch mehr Luxus und Dinge zu verkaufen, die uns im Glauben eigentlich nicht weiterhelfen?

- Wissenschaftliche Arbeit wird so stark von der Lobby der Evolutionisten finanziert, dass man meinen kann, dass es nur diese eine Seite gibt.

- Youtuber, Instagramm Bloqqer und Influencer verdienen so viel Geld wie Manager, währenddessen Gemeinden es nicht schaffen Vollzeitmitarbeiter einzustellen oder Missionare auszusenden.

Woran liegt das? Vielleicht daran, dass die Menschen (und auch wir) in die falschen Bereiche investieren?

Also was förderst du? Ist dieses Thema wohlmöglich etwas, dass dich in diesem Jahr beschäftigen sollte?


2. Reiserouten und Pläne über die Zukunft (1.Korinther 16,5-12)


Paulus fährt im Text damit fort, dass er Reiserouten und Pläne über die Zukunft festlegt. - Er möchte Mazedonien durchziehen und dann nach Korinth kommen. - Dort hat er sich sogar vorgenommen länger zu bleiben und sogar dort zu überwintern. - In Ephesus gedenkt er über Pfingsten zu bleiben, weil sich eine Tür aufgetan hat, die vielversprechend ist, jedoch auch viele Schwierigkeiten mit sich bringt.

Nun Paulus läuft nicht einfach Planlos rum und wird wie ein Roboter vom heiligen Geist in die entsprechenden Orten gesteuert. Sondern er plant, teilt seine Zeit ein, überlegt sich die Wege und nutzt die möglichen Chancen. Und trotzdem bewahrt er sich die Führung Gottes. In Vers 7 steht: "Denn ich will euch jetzt nicht nur im Vorbeigehen sehen, sondern ich hoffe, einige Zeit bei euch zu bleiben, wenn der Herr es zulässt."


Paulus vertraut darauf, dass Gott in seine Pläne eingreift. Und wenn etwas in seinen Plänen nicht gelingt, dann erkennt er Gottes Willen darin.


Zwei Dinge möchte ich uns an dieser Stelle weitergeben:

1. Wir fragen uns manchmal, warum unser Leben so fruchtlos ist? Warum wir es nicht schaffen unsere Zeit sinnvoll auszunutzen? Und ich bin überzeugt davon, dass wir gut daran tun, unser Leben, das neue Jahr und unser Alltag zu planen und uns Ziele zu setzen.

- Fang doch einfach mal an, bestimmte Uhrzeiten am Tag für die Bibel und Gebet zu reservieren.

- Nimm dir vor einmal am Tag jemanden einen Hinweis auf Christus zu geben. - Überlege, mit welchem Dienst du Gott ehre bereiten könntest und geh los und entwickele dich in diesem Bereich. Baue deine Fähigkeiten aus.

Fange im Kleinen an und visiere das Ziel an.

2. Erhalte dir den Willen Gottes Folge zu leisten. Sei immer bereit, von deinem Plan, Prinzipien und Ziele abzuweichen und dich von Gottes Plan korrigieren zu lassen. In Jakobusbrief Kap.4,13-17 werden wir vor Selbstsicherheit gewarnt. In V15 wird uns ein Satz eingeprägt, der uns bei all unserem Vorhaben und Plänen begleiten soll:

"Stattdessen solltet ihr sagen: Wenn der Herr will und wir leben, wollen wir dies oder das tun."


All unseren Plänen und Wünsche sollten wir dem Herrn unterwerfen.

Selbst Paulus und die anderen Apostel mussten immer wieder zugeben, dass sie verhindert wurden und umdenken mussten, weil der Heilige Geist einen anderen Weg für sie bestimmt hatte.


In 1.Kor.16,12 lesen wir davon, dass Paulus den Apollos zugeredet hat, damit er Timotheus und Ersastus nach Korinth begleitet. Doch Apollos lehnte ab und sagt, dass er bei rechter Gelegenheit kommen wird.


Also wir sehen, dass selbst die geistlichen Männer Apollos und Paulus in ihren Tätigkeiten nicht immer gleich gedacht haben. Und doch respektierte Paulus die Absage des Apollos.


Oft erkennen wir Gottes Willen erst unterwegs.

- Auch wenn der Wille Gottes uns nicht immer zu 100% klar ist, dürfen wir Schritte wagen. Und vielleicht ist es an der Zeit, dass du einen neuen Schritt im Glauben wagst. Schon länger denkst du vielleicht über etwas nach, doch du zögerst (hast vielleicht Angst) den ersten Schritt zu machen.


Ich habe vor einiger Zeit mit ein paar Freunden Angefangen eine Internetseite zu erstellen, die Glaubensinhalte weitergibt. Diesen Wunsch hatte ich schon seit Jahren, aber leider hatte ich nie die Möglichkeit so ein Projekt zu starten. Ich hatte dieses Projekt eigentlich schon begraben. Doch dann hat sich in der Coronazeit eine Chance ergeben und der Wunsch ist gestiegen. Und heute ist die Internetseite online und Menschen die Gott nicht kennen, haben Zugriff auf Material, um ihn kennen zu lernen.


- Vielleicht müssen wir uns jedoch auch korrigieren lassen. Es ist vielleicht noch nicht an der Zeit oder Gott hat etwas Anderes gerade mit uns vor. Dann sollten wir auch hierzu bereit sein und nicht mit der Brechstange weitermachen.


Dieses Jahr hatten wir eigentlich als Gemeinde einiges vor: eine Freizeit in Dänemark, Jugendfreizeiten, vier Gottesdienste im Osnabrücker Park und vieles mehr. Und obwohl diese Vorhaben gut waren, mussten wir diese absagen.

Gott hatte einen anderen Plan.


Lass dich in diesem Jahr von dem Herrn leiten, schau wo er dir vielleicht eine Tür öffnet oder dich gebrauchen möchte. Und ja durch eine offene Tür kommen zwar immer Chancen, aber sie bringen meistens auch Hürden und Schwierigkeiten mit sich. Sei bereit diese Schwierigkeiten zu tragen.

3. Persönlicher Zuspruch und Verantwortung der Gemeinde


Dem letzten Teil im Briefschluss widmet Paulus dem persönlichen Zuspruch und Ermahnung.

Wir lesen dazu Vers 13 und 14

"Wacht, steht fest im Glauben, seid mannhaft, seid stark!

Lasst alles bei euch in Liebe geschehen!"


Paulus beschränkt sich im Zusammenhang des Briefes auf 5 abschließende Verantwortungen, woran sich die Gemeinde in Korinth halten sollen:


1. Seid wachsam:

2. Steht fest

3. Seid mannhaft, (seid reif)

4. Seid stark

5. Seid liebevoll


Interessant ist, dass man den ersten Korintherbrief auch in 5 Hauptthemen einteilen kann.

Daher wollen wir schauen, ob sich diese 5 Verantwortungen auf die 5 Hauptthemen des Briefes anwenden lassen:

In den Kapitel 1-4 geht es um Spaltungen in der Gemeinde.

- Wo sich Gruppierungen bilden und sich entweder zu Paulus, Apollos oder Petrus stellen und damit gegeneinander konkurrieren.

- Paulus kritisiert dies aufs schärfste und ruft sie zur Einheit in Christus auf.

Wenn wir nun auf die Verantwortungen am Ende des Briefes schauen, dann könnte man anwenden: --> Ihre Verantwortung war es nun wachsam die Einheit der Gemeinde zu erhalten. Und auch wir sollten wie ein Wachhund darauf aufpassen, damit niemand oder etwas die Einheit der Gemeinde gefährdet. Wenn jemand den Zaun der Einheit zu nahekommt, dann bellen und verteidigen wir dieses Revier. Es dürfen keine Gegenpole in der Gemeinde Christi entstehen, die sich voneinander abstoßen. Wo Parteiungen entstehen, die Streit verursachen oder Stimmung gegeneinander machen. Jeder von uns, ist für die Einheit der Gemeinde verantwortlich und muss sich selber manchmal prüfen und ermahnen, ob wir selber die Einheit fördern.

In den Kapitel 5-7 spricht Paulus dann über Unzucht in der Gemeinde

- Einige in der Gemeinde lebten in hemmungslosen und unzüchtigen Verhältnissen.

- Wo ein Mann z.B. ein Verhältnis mit seiner Stiefmutter hatte.

- Andere gingen zu den heidnischen Tempelprostituierten.

Und Paulus zeigt, dass dies absolut falsch ist! Wir können eben nicht unsere Körper für die Sünde hingeben. Denn unsere Körper werden von den Toten auferstehen. --> Ihre Verantwortung war es fest in der Reinheit zu stehen und keine faulen Kompromisse einzugehen.

Heute wird die Reinheit, die Ehe und die Keuschheit ebenfalls angefochten. Junge Leute sind angefochten, sich für die Ehe aufzubewahren. Und das Angebot der Unzucht steigt enorm, sodass sich im jungen Alter bereits viele Verunreinigt haben. Und daher auch an uns der Aufruf, steht fest in der Reinheit!


Ein Soldat weiß wie wichtig ein fester Stand ist und haut sogar Nägel durch seine Stiefel, damit er einen festen Stand bewahren kann. Kämpfe auch du um Reinheit und lass dich nicht von den Versuchungen umschmeißen.


In den Kapitel 8-10 wird dann das Essen von Götzenopferfleisch angesprochen.

- Hier entstand im Wesentlichen ein Konflikt zwischen den Juden Christen, die strikt Götzenopferfleisch ablehnten und den nicht jüdischen Christen, denen es nichts ausmachte Fleisch zu essen, dass zuvor falschen Göttern geopfert wurde.

- Paulus spricht in diesem Zusammenhang von Schwachen und Starken im Glauben und wendet das Grundprinzip der Liebe an. --> Sie sollten liebevoll aufeinander Rücksicht nehmen und ggfs. sollten die Starken aus Liebe zu den Schwachen verzichten.

Auch an anderen Stellen in der Bibel lesen wir, dass wir uns in Liebe ertragen, Rücksicht nehmen und vergeben sollen. Ich bin davon überzeugt, dass wir zu Lebzeiten nicht alle Meinungen, Ansichten und Prinzipien in der Gemeinde vereinheitlichen können. Und daher müssen wir dies mit der Liebe ausgleichen. Und auch wir müssen lernen unsere Geschwister, mit allen Fehlern, so anzunehmen wie sie sind und sie lieben. Wir alle sind unterwegs und müssen von Christus verändert werden.


In den Kapitel 11-14 bringt Paulus den unordentlichen Gottesdienst in der Gemeinde wieder zurecht

- Besondere Geistesgaben in der Gemeinde führten dazu, dass regelmäßig Chaos in den Versammlungen herrschte und die Besucher dadurch vom Evangelium abgelenkt wurden.

- Also zeigt Paulus auf, dass alle in der Gemeinde durch einen Geist in einen Leib (Christi) hineingetauft wurden. Dieser Leib hat viele Glieder mit unterschiedlichen Funktionen, die die Aufgabe haben, dem Leib dienstbar und nützlich zu sein.

--> Daher ist die Verantwortung der Gemeinde, mannhaft zu sein. Ihr als Gemeinde sollt reifen und wachsen als ein Leib, bis hin zur völligen Mannesreife.

In Kap.14,40 heißt es: "Lasst alles anständig und ordentlich zugehen!"

Geht es bei uns immer anständig und ordentlich zu? Nehmen wir alle unser Funktion am Leib wahr und wachsen wir gemeinsam zur geistlichen Reife?

Vielleicht hältst du dich noch aus vielen Gemeindeangelegenheiten raus. Du übernimmst nicht die Verantwortung, für die du eigentlich bestimmt bist. Ja vielleicht fehlt es uns noch an wichtigen Bestandteilen am Leib, weil sich einzelne noch weigern ihre Aufgabe wahrzunehmen, um weiter die Gemeinde aufzubauen.


Das letzte Thema finden wir in Kapitel 15, wo es um die Auferstehung Jesus Christus geht.

- Es gab nämlich die Behauptung in der Gemeinde, dass es keine Auferstehung der Toten gäbe. (1.Kor.15,12)

- Das war ein direkter Angriff an das Evangelium und Paulus verteidigt die Notwendigkeit der Auferstehung mit harten Bandagen.

- Die Lehre von der Auferstehung der Toten und die Zukunftshoffnung ist unverzichtbar für den wahren Glauben.

--> Und daher sollten Sie stark in dieser Lehre sein, weil sonst der Tot Jesus Christus sinnlos wäre und wir unser Glauben einpacken könnten.

Und auch für uns gilt es, stark in der biblischen Lehre zu sein.

Ja wir müssen es auch verteidigen. Und dazu müssen wir gründlich die Bibel studieren, vereinnahmen und leben.


Und ich hoffe, dass jedes wiedergeborene Kind Gottes regelmäßig die Bibel liest. Ohne Sie sind wir unterernährte Weisen. Wir brauchen das Wort Gottes in unserem Leben


Ich fasse zusammen:

1. Wir haben heute über das geben von Liebesgaben gelesen. - Gott freut es, wenn wir gerne in sein Reich investieren.

2. Wir haben uns Paulus Zielen und Pläne angeschaut.

- Er machte Pläne, lies Sie jedoch von Gott korrigieren.

3. Dann haben wir uns noch die Verantwortung der Gemeinde im Hinblick des Inhalts des Briefes angeschaut.

- Seid Wachsam in der Einheit

- Steht fest in der Reinheit

- Nehmt liebevoll Rücksicht aufeinander

- Seid mannhaft im Dienst für Gott.

- Und seid stark in der Lehre der Auferstehung


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